martinigansl – Gänsebraten mit Rotkraut und Knödeln (typisch im November)

martinigansl – Gänsebraten mit Rotkraut und Knödeln (typisch im November)

Im November zieht die Martinszeit ins Land und mit ihr ein ganz besonderes Gericht, das viele Familien begeistert: das Martinigansl. Der köstliche Gänsebraten, serviert mit feinem Rotkraut und knusprigen Knödeln, ist nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch Teil festlicher Traditionen. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Ursprünge dieser Spezialität und wie du ein echtes Festmahl zu Hause zaubern kannst.

das Wichtigste kurz zusammengefasst

  • Martinigansl ist ein traditionelles Gericht zur Feier des Martinsfestes am 11. November.
  • Das Gericht besteht aus Gänsebraten, Rotkraut und Knödeln, symbolisiert Gastfreundschaft.
  • Die Zubereitung erfordert Qualitätszutaten und Geduld für ein perfektes Ergebnis.
  • Rotkraut und Knödel ergänzen den Gänsebraten geschmacklich und visuell.
  • Regionale Variationen bieten unterschiedliche Geschmackserlebnisse und Füllungen für das Martinigansl.

Ursprung des Martinigansl

Das Martinigansl hat seine Wurzeln in den alten Traditionen der Martinszeit, die auf den heiligen Martin von Tours zurückgehen. Diese Feierlichkeiten finden jedes Jahr am 11. November statt und sind besonders in vielen Regionen Europas bekannt. Laut Überlieferung soll der heilige Martin einer hungrigen Gans zur Hilfe gekommen sein, was dazu führte, dass die Gans zum Symbol dieser festlichen Zeit wurde.

Die Praxis, Gänse zu essen, entstand früher als Teil der Erntefeste, bei denen viele Familien ihre Vorräte für den Winter auffüllten. Das Festmahl mit dem köstlichen Gänsebraten wurde daher zu einem wichtigen Bestandteil des Martinsfestes. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Rezept weiter und wurde regional unterschiedlich und geschmacklich angepasst.

Die Kombination aus zarter Gänsebrust, süßem Rotkraut und luftigen Knödeln ist heute ein Zeichen der Gastfreundschaft und wird oft im Familien- oder Freundeskreis genossen. Dabei bleibt das Martinigansl eine wundervolle Gelegenheit, um die Dunkelheit der kalten Jahreszeit mit warmen Speisen und geselligen Zusammenkünften zu erhellen.

Traditionen im November

martinigansl – Gänsebraten mit Rotkraut und Knödeln (typisch im November)
martinigansl – Gänsebraten mit Rotkraut und Knödeln (typisch im November)

Der Monat November ist geprägt von vielen alten Bräuchen und Traditionen, die in unterschiedlichen Regionen gefeiert werden. Eine zentrale Rolle spielt das Martinsfest, das am 11. November begangen wird und den heiligen Martin von Tours ehrt. Diese Feierlichkeiten sind nicht nur eine Gelegenheit für festliches Essen, sondern auch ein Moment der Zusammenkunft mit Familie und Freunden.

Eines der ältesten Rituale dieses Monats ist das Laternenlaufen, bei dem Kinder mit selbstgebastelten Laternen durch die Straßen ziehen. Dabei singen sie Lieder zu Ehren des heiligen Martins und zeigen so die Verbundenheit zur Gemeinschaft. Oft schließen sich Nachbarn zusammen, um diese Tradition zu pflegen und gemeinsamen Spaß zu erleben.

In vielen Haushalten wird das Martinigansl zubereitet, das eng mit diesen Feierlichkeiten verbunden ist. Familien versammeln sich oft um den Tisch, um das köstliche Gericht zu genießen und dabei Geschichten aus vergangenen Zeiten auszutauschen. So entsteht gesellschaftlicher Zusammenhalt und man zelebriert die Erntezeit, die nun zu Ende geht. Die kalte Jahreszeit wird mit wärmenden Speisen und der Gemütlichkeit eines festlichen Mahls willkommen geheißen.

Zubereitung der Gänsebrust

Die Zubereitung der Gänsebrust ist entscheidend für ein gelungenes Martinigansl und erfordert etwas Geduld sowie die richtigen Zutaten. Zunächst solltest du eine hochwertige Gans auswählen, idealerweise mit einer prallen Brust und einer schönen Haut. Vor dem Braten wird die Gans sorgfältig gewaschen und trocken getupft, um die Haut knusprig zu machen.

Eine Marinade aus Gewürzen, wie Salz, Pfeffer, Majoran und Thymian, bietet sich an, um der Gänsebrust einen aromatischen Geschmack zu verleihen. Du kannst auch etwas Essig oder Zitronensaft hinzufügen, um die Aromen zu intensivieren. Lass die Gans nach dem Würzen am besten einige Stunden, oder noch besser über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Beim Braten ist es wichtig, die Gans zuerst auf der Brustseite etwa 30 bis 40 Minuten bei hoher Temperatur zu rösten. Dadurch wird die Haut schön knusprig. Danach wendest du die Gans und garst sie bei mittlerer Hitze weiter. Es ist ratsam, sie regelmäßig mit dem eigenen Saft zu begießen und gegebenenfalls verwiesen lebhaft den Bratensatz zu verwenden.

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Zutat Menge Bemerkungen
Gans 1,5 – 2 kg Frisch und von guter Qualität
Rotkraut 500 g Frisch oder aus dem Glas
Kartoffeln 1 kg Für Kartoffelknödel
Semmeln 250 g Für Semmelknödel
Gewürze nach Geschmack Salz, Pfeffer, Majoran, Thymian

Rotkraut als Beilage

Rotkraut ist eine traditionelle und köstliche Beilage zum Martinigansl, die das Gericht perfekt ergänzt. Die süß-säuerliche Note des Rotkrauts harmoniert hervorragend mit dem herzhaften Gänsebraten und sorgt für einen ausgewogenen Geschmack auf deinem Teller. Um Rotkraut zuzubereiten, verwendest du am besten frisches Kraut, das du fein shreddest.

Eine klassische Variante beinhaltet die Zugabe von Äpfeln und Zwiebeln, die das Gericht mit ihrer Fruchtigkeit bereichern. Einfach die Zwiebeln in etwas Öl anbraten, dann das Rotkraut zusammen mit geschnittenen Äpfeln dazugeben und mit Zucker, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Lass alles langsam köcheln, bis das Kraut weich und aromatisch ist. Am Ende kannst du noch einen Schuss Johannisbeersaft hinzufügen, um die Süße zu intensivieren.

Die leuchtend rote Farbe des Rotkrauts macht dein Festmahl nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch zu einem Highlight. Eine gut zubereitete Portion Rotkraut bringt nicht nur Abwechslung auf den Tisch, sondern wirkt zudem exquisit und farbenfroh neben dem Gänsebraten. Achte darauf, dass das Rotkraut bissfest bleibt – so behält es seinen knackigen Charakter und seine Vitamine.

Kartoffel- und Semmelknödel

Kartoffel- und Semmelknödel sind klassische Beilagen, die hervorragend zum Martinigansl passen. Die Kombination aus beiden Sorten sorgt für ein herzhaftes Geschmackserlebnis und macht das Festmahl komplett. Kartoffelknödel werden traditionell aus mehligen Kartoffeln zubereitet, wodurch sie eine lockere und luftige Textur erhalten. Nach dem Kochen ist es wichtig, die Kartoffeln gut auszudampfen, bevor du sie zu einem Teig verarbeitest.

Semmelknödel hingegen basieren auf alten Brötchen oder Semmeln und bringen einen rustikalen Charme mit sich. Diese Knödel werden meist mit Zwiebeln und Petersilie verfeinert, damit sie dem Gericht zusätzlich Aroma verleihen. Die Herstellung beider Knödelsorten erfordert zwar etwas Geschick, aber die Mühe lohnt sich: Sie nehmen die köstliche Soße des Gänsebratens perfekt auf und tragen zur Gesamtgenuss bei.

Beide Knödelvarianten lassen sich wunderbar im Voraus vorbereiten. So kann der Stress beim Festessen minimiert werden, und du kannst mehr Zeit mit deinen Gästen verbringen. Egal für welche Variante du dich entscheidest, achte darauf, dass die Knödel vor dem Servieren gut erhitzt sind, um ein ideales Geschmackserlebnis zu erzielen.

Serviervorschläge und Begleitgetränke

Das Martinigansl wird am besten auf einer großen Platte serviert, wobei die Gänsebrust in schön geschnittene Stücke geviertelt wird. Neben der Gans sind das Rotkraut und die Knödel kunstvoll angeordnet, um ein ansprechendes Bild zu schaffen. Du kannst kleine Schalen für die Soße bereitstellen, damit jeder nach Belieben nachschenken kann. Achte darauf, dass du die Knödel entweder als Kartoffelknödel oder Semmelknödel präsentierst, da beide eine köstliche Ergänzung zum Hauptgericht bieten.

Als Begleitgetränk empfehlen sich vor allem ein fruchtiger Rotwein, wie ein Zweigelt oder ein Merlot, um die herzhafte Note des Gänsebratens zu unterstreichen. Auch ein helles Bier kann gut harmonieren und für eine gemütliche Stimmung sorgen. Vergiss nicht, auch Wasser bereitzustellen, um den Durst während des Essens zu stillen.

Für den besonders festlichen Moment kannst du zusätzlich einen Digestif in Form von Obstler oder Kräuterlikör anbieten. Diese unterstützen die Verdauung nach einem großzügigen Festmahl und runden das kulinarische Erlebnis ideal ab. Das Zusammenspiel zwischen dem feinen Essen und den passenden Getränken schafft eine angenehme Atmosphäre beim gemeinsamen Feiern im November.

Beilage Beschreibung Zubereitungsart
Apfelmus Fruchtige Beilage Selbstgemacht oder aus dem Glas
Bratäpfel Mit Zimt und Zucker gefüllte Äpfel Im Ofen gebacken
Salat Frischer grüner Salat Mit einem leichten Dressing

Beliebte Variationen und regionaler Einfluss

Das Martinigansl zeigt sich in vielen Regionen Europas mit unterschiedlichen Variationen, die den jeweiligen lokalen Geschmack widerspiegeln. In einigen Gebieten wird die Gans mit einer Füllung aus Äpfeln und Zwiebeln serviert, was dem Gericht eine besondere Fruchtigkeit verleiht.

In Bayern hingegen findest du oft eine Kombination aus Gänsebraten und einem kräftigen Rotkohl, der mit beeindruckenden Gewürzen abgeschmeckt ist. Auch Semmelknödel sind hier weit verbreitet, während in anderen deutschen Bundesländern Kartoffelknödel beliebter sind. Diese regionalen Unterschiede sorgen dafür, dass es immer wieder neuartige Geschmackserlebnisse zu entdecken gibt.

Ein weiteres Beispiel findet man in Österreich, wo das Martinigansl oft besonders üppig angerichtet wird. Hier dienen noch zusätzliche Beilagen wie Apfelmus oder gebratene Äpfel dazu, das festliche Menü abzurunden und den Gaumen mit neuen Geschmackskombinationen zu verwöhnen.

Diese kreativen Abwandlungen zeugen von der Flexibilität des Gerichts und bieten dir die Möglichkeit, dein eigenes Martinigansl ganz nach deinem persönlichen Geschmack zu gestalten.

Tipps für ein gelungenes Festmahl

Ein gelungenes Festmahl besteht nicht nur aus köstlichen Gerichten, sondern auch aus einer einladenden Atmosphäre. Eine sorgfältige Planung im Voraus ist wichtig, um Stress am Tag der Feier zu vermeiden. Bereite die Beilagen, wie das Rotkraut und die Knödel, am besten schon einen Tag vorher vor. So hast du am Festtag mehr Zeit, dich um die Gans und deine Gäste zu kümmern.

Denke daran, die Gänsebrust rechtzeitig in den Ofen zu schieben, damit sie ausreichend Zeit hat, gleichmäßig zu garen und die Haut schön knusprig wird. Eine gute Temperaturkontrolle beim Braten sorgt dafür, dass dein Hauptgericht optimal gelingt. Achte darauf, immer wieder mit dem eigenen Saft zu begießen – so bleibt das Fleisch saftig und aromatisch.

Die Präsentation spielt ebenfalls eine große Rolle. Arrangiere alle Komponenten ansprechend auf einer großen Platte. Eine schöne Tischdekoration und festliche Musik sorgen für eine besondere Stimmung und laden zum Verweilen ein. Biete verschiedene Getränke an, um die unterschiedlichen Geschmäcker deiner Gäste zu berücksichtigen. Denke auch an einen frischen Salat als leichte Beilage und einige ausgefallene Nachspeisen, um das Festmahl abzurunden.

Vergiss nicht, während des Essens die Geselligkeit zu genießen: teile Geschichten und Lachen mit deinen Liebsten. Ein erfolgreiches Festmahl ist immer auch eine Frage der Gemeinschaft und Freude am Zusammensein.

Schnelle fragen

Wie lange dauert es, ein Martinigansl zuzubereiten?
Die Zubereitung eines Martinigansls nimmt in der Regel insgesamt etwa 3 bis 4 Stunden in Anspruch. Dazu gehören die Vorbereitungszeit, das Marinieren der Gans und die eigentliche Garzeit. Wenn du die Beilagen im Voraus zubereitest, kannst du den letzten Schliff und das Anrichten relativ schnell erledigen.
Kann ich das Martinigansl auch ohne Gans zubereiten?
Ja, du kannst das Gericht auch mit anderen Geflügelarten zubereiten, wie zum Beispiel mit einer Ente oder einem Huhn. Die Zubereitung bleibt ähnlich, wobei du die Garzeit je nach Fleischart anpassen musst. Vegetarische oder vegane Alternativen sind ebenfalls möglich, indem du z.B. gefülltes Gemüse oder einen herzhaften Nussbraten verwendest.
Welche Sauce passt am besten zum Martinigansl?
Zu Martinigansl passt besonders gut eine klassische Bratensauce, die aus dem Bratensatz der Gans zubereitet wird. Du kannst auch eine fruchtige Soße, wie eine Preiselbeersauce oder eine Jus aus Rotwein, hinzufügen, um den Geschmack des Gerichts zu unterstreichen.
Wie bewahre ich Reste vom Martinigansl auf?
Reste vom Martinigansl sollten in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort halten sie sich in der Regel 3 bis 4 Tage. Du kannst sie auch einfrieren, wobei du die Gans und die Beilagen separat verpacken solltest, um die Frische zu erhalten. Zum Aufwärmen empfiehlt es sich, die Gans vorsichtig im Ofen bei niedriger Temperatur zu erhitzen.
Kann ich das Martinigansl auch im Voraus zubereiten?
Ja, du kannst das Martinigansl teilweise im Voraus zubereiten. Du kannst die Gans marinieren und vorbereiten und sie dann im Kühlschrank lagern. Die Beilagen wie Rotkraut und Knödel können ebenfalls am Vortag zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am Tag des Festes musst du dann nur das Fleisch im Ofen garen und die Beilagen aufwärmen.
Welche Gewürze sind für das Martinigansl empfehlenswert?
Neben Salz und Pfeffer sind Gewürze wie Thymian, Majoran, Rosmarin und Knoblauch empfehlenswert. Diese Gewürze verstärken den herzhaften Geschmack des Gänsefleischs und harmonieren gut mit den Beilagen. Du kannst auch etwas Orange oder Zitronenschale für eine frische Note hinzufügen.

Autor

  • Leo Kobes

    Warum daskleineparadies.at? Als Liebhaber der Gastronomie habe ich diese Domain erworben, um regelmäßig Updates, Empfehlungen und Beschreibungen von Lokalen zu teilen, die sich mit Essen und Kulinarik in Wien und Umgebung befassen. Mein Ziel ist es, dieses Portal zu einem Ort zu machen, an dem sich Feinschmecker austauschen, neue Lieblingslokale entdecken und die reiche Esskultur dieser Region genießen können.

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